Manche Projekte erklärt man am besten anhand ihrer Dimension. Über rund sieben Monate habe ich im Alleingang eine komplette Vergleichsplattform für einen bayernweiten Versicherungsmakler-Verein entwickelt – von Grund auf. Dieser Beitrag gibt einen Einblick in das bislang größte Referenzprojekt.
Die Ausgangslage
Versicherungsmakler stehen vor einer wiederkehrenden Aufgabe: aus einer Vielzahl von Tarifen den passenden herauszufinden – abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Kunden. Das von Hand zu tun, ist mühsam, fehleranfällig und kaum aktuell zu halten. Gefragt war daher eine Plattform, die diesen Vergleich automatisiert, zuverlässig macht und für ein ganzes, bayernweit tätiges Netzwerk nutzbar ist.
Die Anforderung war also nicht „eine Website", sondern eine vollwertige Webanwendung mit echter Fachlogik im Kern.
Was entstanden ist
Im Laufe der Entwicklung sind mehrere große Bausteine zusammengekommen, die ineinandergreifen:
- Automatischer Tarifvergleich – die Plattform vergleicht Tarife und ermittelt passende Ergebnisse nach individuellen Präferenzen
- Nutzer- und Teamverwaltung – mehrere Personen und Teams arbeiten mit der Plattform, mit entsprechenden Rollen und Zugriffen
- Laufende Aktualisierung der Tarifdaten – ein Vergleich ist nur so gut wie seine Datenbasis, deshalb müssen die Tarifdaten fortlaufend aktuell bleiben
Jeder dieser Bausteine ist für sich genommen schon anspruchsvoll. Zusammen ergeben sie ein System, das im Alltag eines ganzen Vereins tragen muss.
Eine Schnittstelle zwischen zwei Welten
Zum Projekt gehörte außerdem eine Schnittstelle zwischen zwei Versicherungsportalen. Solche Verbindungen sind oft die unscheinbarste und zugleich kniffligste Arbeit: Zwei Systeme, die nie dafür gedacht waren, miteinander zu kommunizieren, müssen verlässlich Daten austauschen.
Genau hier zeigt sich Erfahrung. Eine Schnittstelle muss nicht nur im Idealfall funktionieren, sondern auch dann, wenn etwas unerwartet ist – wenn Daten fehlen, Formate abweichen oder ein System nicht antwortet. Diese Robustheit lässt sich nicht improvisieren, sie muss von Anfang an mitgedacht werden.
Alleingang heißt Gesamtverantwortung
Ein Projekt dieser Größe allein zu stemmen, bedeutet, jede Ebene zu verantworten:
- Konzept – verstehen, was fachlich wirklich gebraucht wird
- Architektur – ein Fundament schaffen, das über Monate und im Betrieb trägt
- Umsetzung – Oberfläche, Logik und Datenhaltung sauber bauen
- Integration – die Teile zu einem funktionierenden Ganzen verbinden
- Datenpflege – dafür sorgen, dass die Tarifdaten aktuell bleiben
Es gibt niemanden, an den man Teilaufgaben weiterreicht. Das ist fordernd – aber es sorgt auch für etwas Wertvolles: ein durchgängiges Verständnis des gesamten Systems, ohne Reibungsverluste an Schnittstellen zwischen verschiedenen Beteiligten.
Was dieses Projekt zeigt
Über sieben Monate eine komplette Plattform allein zu entwickeln, ist mehr als eine technische Leistung. Es ist der Beleg für Ausdauer, für die Fähigkeit, ein großes Vorhaben zu strukturieren, und für die Bereitschaft, Verantwortung über den gesamten Lebenszyklus zu tragen.
Für mich ist dieses Projekt eine zentrale Referenz – nicht wegen einzelner Zahlen, sondern wegen dem, wofür es steht: dass ich auch umfangreiche, anspruchsvolle Software von der Idee bis zum laufenden Betrieb umsetzen kann.
Ihr Projekt
Nicht jedes Vorhaben hat diese Dimension – und das muss es auch nicht. Aber egal ob kleine Schnittstelle oder umfangreiche Anwendung: Den Anspruch, ein System wirklich zu verstehen und sauber umzusetzen, bringe ich in jedes Projekt mit. Wenn Sie ein Vorhaben haben, sprechen wir gern unverbindlich darüber.


